Eine Pflanze kann weit mehr sein als nur ein Duft für den Aufguss – unterschiedliche Erntezeitpunkte führen zu unterschiedlichen Möglichkeiten.
Bei manchen Pflanzen liegt der richtige Erntezeitpunkt kurz vor dem Öffnen der Blüten. Andere Pflanzenteile werden erst durch die richtige Aufbereitung interessant für die Sauna.
So können etwa Zierquitten Schalen oder getrocknete Feigenblätter für Räucherungen verwendet werden. Aus getrockneten grünen Zapfen von Nadelbäumen lassen sich Sude und auch Räucherwerk herstellen.
Auch die Trocknung spielt eine wichtige Rolle. Bei Pflanzen wie Steinklee und Waldmeister entwickeln sich die Duftstoffe erst beim Trocknen. Erst dadurch werden sie interessant für die weitere Verwendung. Im Workshop lernte das Saunateam, wie sich die Verwendung einer Pflanze verändern kann, je nachdem, wann und wie sie geerntet wird, welcher Pflanzenteil zum Einsatz kommt und wie er aufbereitet wird.
Die heimischen Kräuter und Blüten könnten mit ihren verschiedenen Dufterlebnissen nicht einzigartiger sein. Die bekannte Melisse bringt eine frische, zitronige Note mit sich. Wilder Dost und Majoran sorgen für würzige Kräuteraromen, während Lavendel mit seinen Blüten und seinem charakteristischen Duft eine ganz andere Richtung in die Ruhe und Entspannung eröffnet.
Auch verschiedene Blüten bieten spannende Möglichkeiten: Ringelblume, Rose und Indianernessel können für saisonale Anwendungen und Rituale eingesetzt werden.
Aus Indianernesselblüten lässt sich beispielsweise ein Sud herstellen, Ringelblumen eignen sich unter anderem für Ölauszüge.
Der Duft des Waldes ist ein Zusammenspiel unterschiedlicher Baumarten – ob Fichte, Tanne, Birke, Weide oder Pappel. Aus geeigneten Weidentrieben lassen sich Quasten anfertigen, die künftig Bestandteil besonderer Rituale sein werden.
Viele der im Workshop besprochenen Pflanzen begleiten die Menschheit bereits seit Jahrhunderten. Das Wissen über ihre Verwendung wurde über Generationen weitergegeben und ist unter anderem in der traditionellen Pflanzenkunde und Räucherkultur zu finden.
Das Saunateam konnte im Zuge des Workshops wertvolle Perspektiven kennenlernen, welche Pflanzen sich in moderne Sauna- und Spa-Erlebnisse übertragen lassen.
Im Rhythmus der Natur lässt sich auch das Saunajahr nach der Pflanzenwelt gestalten. Im Frühling stehen junge Triebe und frische Kräuter im Mittelpunkt, später kommen Blüten und aromatische Gartenpflanzen hinzu.
Im Herbst wird gesammelt und getrocknet, während im Winter getrocknete Kräuter, Zweige und heimische Nadelgehölze neue Möglichkeiten eröffnen.
So verändert sich nicht nur die Natur rund um uns – sondern auch das, was wir daraus für unsere Gäste entstehen lassen können.
Genau dieser Gedanke findet sich bereits heute in einem besonderen Ritual unserer Saunawelt wieder: dem Waldbaden im Wandel der Jahreszeiten. Beim Saunaritual Waldbaden wird die Natur nicht nur zur Inspiration – sie wird selbst zum Erlebnis. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten verändern sich Pflanzenwelt, Düfte und Atmosphäre. Was im Frühling mit dem Erwachen der Natur beginnt, entwickelt sich im Sommer weiter, verändert sich im Herbst und erhält im Winter eine ganz eigene Stimmung.
Der Workshop mit Irmi Kaiser hat vor allem eines geschenkt: eine tolle Basis an Wissen für die Zukunft. Schritt für Schritt lässt das Spa Resort Geinberg diese Erkenntnisse in die Spa-Welt einfließen, um auch hier die Regionalität nach und nach noch spürbarer zu leben.
In der karibischen Saunawelt warten schon jetzt zahlreiche Saunaaufgüsse, die Düfte aus Nah und Fern mit sich bringen. Wer beim Sauna-Vibes Event zum Weltsaunatag am 26. September 2026 dabei war, hatte 48 Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Saunaaufgüsse zu erleben. Dabei zeigte sich: Natur und Tradition haben in der Saunawelt schon jetzt ihren Platz.